6 Gründe, weshalb Change Management so oft scheitert

6 Gründe, weshalb Change Management so oft scheitertChange Management versucht genau das, woran so viele scheitern: unaufhaltsame Veränderungen in einem Unternehmen zu managen. Dabei sind die typischen Probleme in diesem Prozess schon vorprogrammiert.

Doch müssten die mit einer professionellen Planung eigentlich nicht vermeidbar sein? Diese 6 Gründe behaupten das Gegenteil:

 

Grund 1: Ziele werden nicht klar genug definiert

Wenn kein Verständnis gegenüber der geplanten Veränderung vorhanden ist, dann ist das Projekt schon zum Scheitern verurteilt. Das ist ein markantes Problem in diesem Prozess: die Mitarbeiter verstehen den Nutzen um die zusätzliche Arbeit nicht, die sich ihnen in den Weg stellt. Schuld an der abweisenden Aufnahme ist eine mangelhafte Kommunikation.

Lösungsansatz: Der Kontext und die konkreten Ziele der Veränderung sollten nicht nur einmal kommuniziert werden. Man kann dafür unterschiedliche Medien und Gelegenheiten nutzen, wie etwa Meetings, Intranet-Artikel, oder E-Mail-Rundschreiben. Ein guter Tipp ist die Erstellung eines Logo und Claim – das dient als visueller und mentaler Anker. Regelmäßig Updates zu Erfolgen, aber auch zu Fehlschlägen des Prozesses, machen das Vorhaben greifbarer für die Mitarbeiter.

Grund 2: Mangelndes Methodenwissen

Die Mitarbeiter werden schnell skeptisch werden, wenn es keine richtigen Methoden zur Zielführung zu geben scheint. Das ist nur verständlich, denn Veränderungen werden in den meisten Fällen zuerst negativ aufgenommen – diese Auffassung verstärkt sich vor allem durch den Anschein einer mangelhaften Methodenkenntnis. Besonders die ersten Schritte des Veränderungsprozesses müssen professionell funktionieren. Hier könnte ein erfahrener Management Berater oder Moderator die Lösung sein.

Grund 3: Kein klares „Change“-Konzept

Das führt uns gleich zu diesem Punkt. Veränderung bringt immer Unsicherheitsfaktoren mit sich, die man nicht voraussehen kann. Das kann mitunter den Misserfolg einer Change-Strategie bedeuten. Kein klares Konzept parat zu haben, ist hier problematisch! Man braucht gute Change-Management Modelle, um auch auf unvorhergesehene Entwicklungen entsprechend reagieren zu können. Ein gutes Konzept ist zur Orientierung unvermeidbar.

Grund 4: Machtkämpfe

Leider passiert es immer wieder, dass die Führungskräfte selbst die Veränderung stören. Hier spielt die Angst um Machtverlust eine entscheidende Rolle – plötzlich treten alte Konflikte wieder auf und verhindern das Vorankommen wirksam. Ein Grund hierbei ist auch das Fehlen von klaren Entwicklungsperspektiven für engagierte Mitarbeiter, die sich durch die Veränderung nun etwa in einer anderen Position befinden. Hier muss man sich sinnvolle Ausgleiche einfallen lassen und regelmäßige Personalgespräche führen.

Grund 5: Widerstand wird nicht genutzt

Ein ziemlich häufiger Fehler bei Change Management ist das Nicht-Erkennen des Widerstands als Ressource. Denn nur mit Druck auf Gegenwehr zu reagieren, wird nicht funktionieren. Hingegen ist es profitabler, Einwände und Hinweise ernst zu nehmen und als Beitrag zum Veränderungsprozess zu sehen. Am besten gelingt das in Review-Workshops.

Grund 6: Unternehmenskultur bleibt stehen

Eine starke Blockade für das Change Management ergibt sich durch den Rückfall in alte Muster. Sobald gewisse Projekte oder Aktivitäten abgeschlossen sind, kommt es häufig zu einem Rückwandel in alte Verhaltensweisen und Methoden. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, denn Neues braucht Zeit – dennoch reichen hier simple Anweisungen nicht aus. Auch die Einstellungen und Denkprozesse der Mitarbeiter müssen mitgewandelt werden, damit die Veränderung erfolgreich umgesetzt werden kann!