Verbeugen oder Händeschütteln – wie begrüsst man sich rund um den Globus?

Handschlag weltweitDie zwischenmenschliche Aktion beginnt meist per Blickkontakt und Handschlag. Oder lieber mit einer Verbeugung? Oder gibt man sich sogar Küsschen auf die Wangen?

Das Händeschütteln

Nordeuropa, Osteuropa, Nordamerika, Australien und die gesamte Geschäftswelt: das Händeschütteln ist über den ganzen Globus verteilt, stammt aber eigentlich aus dem europäischen Raum. Man streckt sich zur Begrüßung oder zum Kennenlernen die Hände aus, schüttelt diese mehr oder weniger fest und schaut sich dabei in die Augen. Das Händeschütteln fällt von Land zu Land mehr oder weniger intensiv aus.

Trotz dieses mehr oder weniger formellen Grußes gibt es einige Länder, in welchen die Frau entscheidet, ob sie die Hand reicht oder nicht – sie muss den ersten Schritt machen. Ein gutes Beispiel dafür ist Russland. Dort ist es üblich, Frauen zuzunicken oder diese verbal zu begrüßen – für das Händeschütteln sollte man auf eindeutige Zeichen ihrerseits warten.

Die Wangenküsschen

Spanien, Frankreich, Belgien, Italien – in diesen Ländern gehören Wangenküsschen zum Alltagsleben. Das gilt für Mann und Frau und Frauen untereinander – die Herren begrüßen sich per Handschlag oder Schulterklopfen.

Während man in Spanien die Küsschen erst links, dann rechts aufhaucht, ist es in einigen Teilen Belgiens und Frankreichs genau umgekehrt. Auch gibt es Teile, in welchen man sich die Zeit für vier angehauchte Küsschen nimmt, während man, in Paris zum Beispiel, mit drei Küsschen begrüßt wird.

Ein weiterer Faux-Pas ist es, wirklich auf die Wange zu küssen – die Küsschen werden immer nur angedeutet, man berührt die Wangen. Dicke Schmatzer auf die Wangen gibt man nur, wenn man sich besonders mag und lange nicht gesehen hat. Alles andere ist übertrieben.

Die Verbeugung

Thailand, Indien, China, Japan, in ganz Asien ist die Verbeugung als Begrüßung verbreitet.

In Japan wird die Verbeugung ganz formell in einem 45º-Winkel ausgeführt. Die Herren halten bei der Verbeugung die Hände gerade am Körper, die Damen legen ihre Hände vor dem Körper zusammen.

In Indien, oder besser gesagt, unter Hindus wird zur Begrüßung, zum Abschied und zum Dank “Namasté” gesagt. Dabei werden die Hände vor dem Herzen flach und spitz wie im Gebetz zusammengelegt und später an die Stirn geführt, während der Kopf sich leicht nach unten beugt. Diese Form der Respekterweisung und des Grußes ist in vielen Kulturen Asiens verbreitet.