Talent Acquisition: Mehr als nur Recruiting

Wer den Unternehmenserfolg langfristig steigern möchte, kommt an Talent Acquisition nicht vorbei. Bei dem Prozess sollen nachhaltig High Potentials, also besonders qualifizierte Arbeitskräfte, angezogen und an das Unternehmen gebunden werden. Wie sich Talent Acquisition von reinem Recruiting abhebt, wie es funktioniert und welche Vorteile es bringt, erklären wir hier.

Recruiting und Talent Acquisition: was ist der Unterschied?

Recruiting und Talent Acquisition
Das Recruiting sollte im Vergleich zur Talent Acquisition nur eine kurze Suche darstellen.

Die Begriffe „Recruiting“ und „Talent Acquisition“ werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber eigentlich unterschiedliche Dinge. Recruiting ist eine eher kurzfristige Suche nach Arbeitskräften und wird meist dann betrieben, wenn freie Stellen im Unternehmen besetzt werden müssen.

Talent Acquisition ist jedoch ein langfristiger, strategischer Prozess, um Kandidaten zu finden, die das Unternehmen nachhaltig mit bestimmten Talenten und Fähigkeiten bereichern. Gerade Führungs- oder Spezialistenpositionen sind oft schwierig zu besetzen, sodass eine vorausschauende Planung durchaus Sinn macht.

Was funktioniert Talent Acquisition?

Talent Management will gelernt sein, denn für ein effizientes Talent Acquisition Programm benötigt es die richtige Strategie. Dafür sind vor allem drei Schritte maßgeblich:

1.      Die richtige Organisation

Talent Pool
Um hohes Potential rekrutieren zu können, sollte ein Talent Pool aufgebaut werden.

Aufstrebende Talente müssen stets im Auge behalten werden. Dafür braucht es eine gute Organisation und die richtigen Ressourcen. Gerade bei größeren Unternehmen ist es sinnvoll, sich professionellen Rat bei der Talent Acquisition zu holen und eine spezielle Software zu benutzen. So ist es möglich, einen Talent Pool aufzubauen und zum richtigen Zeitpunkt gezielt High Potentials zu rekrutieren.

2.      Das nötige Employer Branding

Um sich als lukrativer Arbeitgeber zu positionieren, muss auch eine eigene, attraktive Arbeitgebermarke geschaffen werden. Denn Toptalente informieren sich schließlich über das Unternehmen und beurteilen dabei dessen Online-Präsenz. Deshalb sollte das Image des Unternehmens stets auf Social-Media-Kanälen und eigenen Webseiten gepflegt werden.

Als ersten Schritt muss aber bereits intern mit dem Employer Branding begonnen werden, um auf Seiten der Mitarbeiter Identifikation mit dem Unternehmen zu schaffen. Die Bedeutung von Mitarbeitermotivation ist schließlich maßgeblich für den Unternehmenserfolg. Zufriedene Arbeitnehmer, die Ihre Talente richtig einsetzen können, kommunizieren bereits ein positives Image des Unternehmens nach außen.

3.      Mit dem Sourcing beginnen

Damit geeignete Talente gefunden werden, ist es wichtig, zielgruppengerecht in sozialen Netzwerken und Communities präsent zu sein. Das bedeutet, gekonnt auf den richtigen Plattformen nach High Potentials Ausschau zu halten. Welche Gruppen befinden sich hauptsächlich auf Twitter? Wen findet man eher auf LinkedIn? – all das gilt es herauszufinden. Dann können Beziehungen aufgebaut und gepflegt werden.

Talent Acquisition als langfristiger Vorteil für HR

Auch wenn Talent Acquisition zumindest anfangs nicht sofort sichtbare Ergebnisse einzubringen scheint, bringt es auf lange Sicht deutliche Vorteile. Werden Mitarbeiter gezielt danach ausgesucht, dass sie ihre Talente optimal nützen können, steigern sich Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und damit langfristig auch der Unternehmenserfolg.

6 Gründe, weshalb Change Management so oft scheitert

6 Gründe, weshalb Change Management so oft scheitertChange Management versucht genau das, woran so viele scheitern: unaufhaltsame Veränderungen in einem Unternehmen zu managen. Dabei sind die typischen Probleme in diesem Prozess schon vorprogrammiert.

Doch müssten die mit einer professionellen Planung eigentlich nicht vermeidbar sein? Diese 6 Gründe behaupten das Gegenteil:

 

Grund 1: Ziele werden nicht klar genug definiert

Wenn kein Verständnis gegenüber der geplanten Veränderung vorhanden ist, dann ist das Projekt schon zum Scheitern verurteilt. Das ist ein markantes Problem in diesem Prozess: die Mitarbeiter verstehen den Nutzen um die zusätzliche Arbeit nicht, die sich ihnen in den Weg stellt. Schuld an der abweisenden Aufnahme ist eine mangelhafte Kommunikation.

Lösungsansatz: Der Kontext und die konkreten Ziele der Veränderung sollten nicht nur einmal kommuniziert werden. Man kann dafür unterschiedliche Medien und Gelegenheiten nutzen, wie etwa Meetings, Intranet-Artikel, oder E-Mail-Rundschreiben. Ein guter Tipp ist die Erstellung eines Logo und Claim – das dient als visueller und mentaler Anker. Regelmäßig Updates zu Erfolgen, aber auch zu Fehlschlägen des Prozesses, machen das Vorhaben greifbarer für die Mitarbeiter.

Grund 2: Mangelndes Methodenwissen

Die Mitarbeiter werden schnell skeptisch werden, wenn es keine richtigen Methoden zur Zielführung zu geben scheint. Das ist nur verständlich, denn Veränderungen werden in den meisten Fällen zuerst negativ aufgenommen – diese Auffassung verstärkt sich vor allem durch den Anschein einer mangelhaften Methodenkenntnis. Besonders die ersten Schritte des Veränderungsprozesses müssen professionell funktionieren. Hier könnte ein erfahrener Management Berater oder Moderator die Lösung sein.

Grund 3: Kein klares „Change“-Konzept

Das führt uns gleich zu diesem Punkt. Veränderung bringt immer Unsicherheitsfaktoren mit sich, die man nicht voraussehen kann. Das kann mitunter den Misserfolg einer Change-Strategie bedeuten. Kein klares Konzept parat zu haben, ist hier problematisch! Man braucht gute Change-Management Modelle, um auch auf unvorhergesehene Entwicklungen entsprechend reagieren zu können. Ein gutes Konzept ist zur Orientierung unvermeidbar.

Grund 4: Machtkämpfe

Leider passiert es immer wieder, dass die Führungskräfte selbst die Veränderung stören. Hier spielt die Angst um Machtverlust eine entscheidende Rolle – plötzlich treten alte Konflikte wieder auf und verhindern das Vorankommen wirksam. Ein Grund hierbei ist auch das Fehlen von klaren Entwicklungsperspektiven für engagierte Mitarbeiter, die sich durch die Veränderung nun etwa in einer anderen Position befinden. Hier muss man sich sinnvolle Ausgleiche einfallen lassen und regelmäßige Personalgespräche führen.

Grund 5: Widerstand wird nicht genutzt

Ein ziemlich häufiger Fehler bei Change Management ist das Nicht-Erkennen des Widerstands als Ressource. Denn nur mit Druck auf Gegenwehr zu reagieren, wird nicht funktionieren. Hingegen ist es profitabler, Einwände und Hinweise ernst zu nehmen und als Beitrag zum Veränderungsprozess zu sehen. Am besten gelingt das in Review-Workshops.

Grund 6: Unternehmenskultur bleibt stehen

Eine starke Blockade für das Change Management ergibt sich durch den Rückfall in alte Muster. Sobald gewisse Projekte oder Aktivitäten abgeschlossen sind, kommt es häufig zu einem Rückwandel in alte Verhaltensweisen und Methoden. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, denn Neues braucht Zeit – dennoch reichen hier simple Anweisungen nicht aus. Auch die Einstellungen und Denkprozesse der Mitarbeiter müssen mitgewandelt werden, damit die Veränderung erfolgreich umgesetzt werden kann!

Kornisch – die wiedererweckte, keltische Sprache

Kornisch - keltische SpracheKornisch oder Kernewek ist eine Sprache aus der Gruppe der modernen, keltischen Sprachen. Allerdings nimmt Kornisch eine spezielle Stellung unter diesen Sprachen ein, es wurde nämlich ganz einfach “wiederbelebt”, nachdem alle Muttersprachler dieser alten keltischen Sprache Ende des 18. Jahrhunderts gestorben waren. Trotzdem gab es ausreichend Literatur, welche es ermöglichte, an einer modernen Version des Kornischen zu arbeiten.

Geschichte des Kornischen

Das Kornische stammt von jener keltischen Sprache ab, die schon vor der Invasion der Römer auf den britischen Inseln gesprochen wurde (Cäsars erster Britannienfeldzug fand 55 v. Chr. statt). Dieses Keltische wurde erst durch die Ankunft der Angelsachsen in mehrere Gebiete unterteilt, sodass Wales von Devon und Cornwall getrennt wurde.

Cornwall hatte immer enge Beziehungen zu den Galliern über die Meeresenge und später zu den Bretonen. Zwischen dem Kornischen und dem Bretonischen hat es bis spät ins 18. Jahrhundert einen regen Sprachaustausch gegeben – eine Verständigung war kein Problem.

Die Reformation der Church of England oder anglikanischen Kirche hatte wesentlichen Einfluss auf das weitere Fortbestehen des Kornischen. König Edward VII entsandte Prediger, um auch in Cornwall das “Common Book of Prayer”, die bis heute maßgebende allgemeine Agenda der reformierten, anglikanischen Kirche, in den religiösen Alltag einzuführen. Dieses war ausschließlich in englischer Sprache verfasst worden. Die Bewohner Cornwalls waren empört und antworteten dem König, dass es unter den Kornen einen Großteil gab, die kein Englisch sprachen und sich somit weigerten, das Buch in den Gottesdiensten zu benutzen.

1549 kam es zu einem Protestmarsch von etwa 6.000 Personen Richtung Exeter. In den darauffolgenden Aufständen wurden etwa 5.000 Kornen getötet – und die Nutzung des Kornischen im Alltag versiegte langsam.

Das letzte Schriftstück des Kornischen datiert von 1776, und ab dem 19. Jahrhundert galt Kornisch als ausgestorben – obwohl Fischer und Seefahrer das Kornische weiterhin nutzten.

Kornisch heute

Heute gibt es laut Schätzungen etwa 300 aktive Kornischsprecher, viele weitere benutzen Kornisch als Zweitsprache. Unified Cornish wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aus den zur Verfügung stehenden Texten des 16. und 17. Jahrhunderts entwickelt, in Abendklassen und Kursen gelehrt. In den 80ern und 90ern wurde dem Kornischen eine neue Rechtschreibung verliehen, welche besser zur sich in Benutzung befindlichen Phonologie passen sollte. 1995 stellte Professor Nicholas Williams eine verbesserte Version des Unified Cornish, Unified Cornish Revised, vor, welche auf den Texten des 16. Jahrhunderts basierte.

Heute gibt es eine kornische Standardschriftsprache – Kornischsprecher werden aber dazu ermutigt, dass Kornische in ihrer bekannten Mundart zu sprechen. Auch Schulen und öffentliche Einrichtungen haben neues Interesse am Kornischen gewonnen.

Verbeugen oder Händeschütteln – wie begrüsst man sich rund um den Globus?

Handschlag weltweitDie zwischenmenschliche Aktion beginnt meist per Blickkontakt und Handschlag. Oder lieber mit einer Verbeugung? Oder gibt man sich sogar Küsschen auf die Wangen?

Das Händeschütteln

Nordeuropa, Osteuropa, Nordamerika, Australien und die gesamte Geschäftswelt: das Händeschütteln ist über den ganzen Globus verteilt, stammt aber eigentlich aus dem europäischen Raum. Man streckt sich zur Begrüßung oder zum Kennenlernen die Hände aus, schüttelt diese mehr oder weniger fest und schaut sich dabei in die Augen. Das Händeschütteln fällt von Land zu Land mehr oder weniger intensiv aus.

Trotz dieses mehr oder weniger formellen Grußes gibt es einige Länder, in welchen die Frau entscheidet, ob sie die Hand reicht oder nicht – sie muss den ersten Schritt machen. Ein gutes Beispiel dafür ist Russland. Dort ist es üblich, Frauen zuzunicken oder diese verbal zu begrüßen – für das Händeschütteln sollte man auf eindeutige Zeichen ihrerseits warten.

Die Wangenküsschen

Spanien, Frankreich, Belgien, Italien – in diesen Ländern gehören Wangenküsschen zum Alltagsleben. Das gilt für Mann und Frau und Frauen untereinander – die Herren begrüßen sich per Handschlag oder Schulterklopfen.

Während man in Spanien die Küsschen erst links, dann rechts aufhaucht, ist es in einigen Teilen Belgiens und Frankreichs genau umgekehrt. Auch gibt es Teile, in welchen man sich die Zeit für vier angehauchte Küsschen nimmt, während man, in Paris zum Beispiel, mit drei Küsschen begrüßt wird.

Ein weiterer Faux-Pas ist es, wirklich auf die Wange zu küssen – die Küsschen werden immer nur angedeutet, man berührt die Wangen. Dicke Schmatzer auf die Wangen gibt man nur, wenn man sich besonders mag und lange nicht gesehen hat. Alles andere ist übertrieben.

Die Verbeugung

Thailand, Indien, China, Japan, in ganz Asien ist die Verbeugung als Begrüßung verbreitet.

In Japan wird die Verbeugung ganz formell in einem 45º-Winkel ausgeführt. Die Herren halten bei der Verbeugung die Hände gerade am Körper, die Damen legen ihre Hände vor dem Körper zusammen.

In Indien, oder besser gesagt, unter Hindus wird zur Begrüßung, zum Abschied und zum Dank “Namasté” gesagt. Dabei werden die Hände vor dem Herzen flach und spitz wie im Gebetz zusammengelegt und später an die Stirn geführt, während der Kopf sich leicht nach unten beugt. Diese Form der Respekterweisung und des Grußes ist in vielen Kulturen Asiens verbreitet.

Was ist eigentlich Sprachdesign?

Sprachdesign - die richtige Wortwahl findenLogodesign, Webdesign und Innendesign sind allgemein bekannt, aber was ist eigentlich Sprachdesign? Das Sprachdesign nimmt sich zur Aufgabe, Texte so zu gestalten, dass die Unternehmenskorrespondenz zum Erfolg wird – und das nicht nur in Fremdsprachen.

Die richtige Wortwahl

Ein jeder Verfasser eines Textes sollte sich im Klaren sein, welches Zielpublikum dieser Text hat. Die Unternehmenskorrespondenz ist meistens an zwei verschiedene Gruppen gerichtet: an andere Unternehmen und an Privatleute.

Während Geschäftskorrespondenz an Unternehmen frisch, aber korrekt klingen sollte, muss die Kommunikation mit Privatmenschen meist einfacher gestaltet werden – der Leser muss sich beim Lesen wohlfühlen – sonst landet das Schriftstück schnell im Altpapier.

Den richtigen Begriff finden

Oft weiß man, was man sagen will, es schwirren Begriffe und Ausdrück im Kopf herum, aber man kann es einfach nicht zu Papier bringen. Dabei kann ein Sprachdesigner, oder besser gesagt, Texter, helfen.

Er kann von stichwortartigen Beschreibungen Verkaufstexte verfassen und diese ganz nach Wunsch anpassen. Dies fördert die Lesebereitschaft und damit die Kaufbereitschaft der potentiellen Kunden – sowohl im Inland als auch im Ausland.

Sicher sein, dass die Kunden verstehen

Verstehen die Kunden Ihre Texte richtig? Sind Ihre AGB inhaltlich korrekt? Wäre es vielleicht von Hilfe, dem Beschwerdemanagement Standardtexte zur Verfügung zu stellen, die die Kunden beruhigen?

Weiterhin hilft das Sprachdesign dabei, komplizierte Dinge auf den Punkt zu bringen. So werden komplexe Zusammenhänge einfach erklärt und Überflüssiges wird aus dem Text genommen. Die Kunden fühlen sich angesprochen.

Sprachdesign in anderen Sprachen

Sprachdesign in anderen Sprachen sollte vom Fachmann übernommen werden. Seien Sie sich sicher, dass der Texter Muttersprachler ist und weiß, wer sein Zielpublikum ist. Achten Sie auch darauf, dass regionale Mundarten vermieden werden oder richtig angewendet werden.

So ist es nicht dasselbe, als Zielpublikum Spanien oder Argentinien zu haben, oder Kunden aus den USA, aus England und aus Kanada.

Technische Übersetzungen in der heutigen Zeit

Das neue Flachbild-TV im Wohnzimmer wurde in Japan produziert, der HDD-Recorder kommt aus Vietnam und der Kaffeevollautomat besticht durch den Aufdruck „Made in Taiwan“. Es ist sicherlich inzwischen für niemanden eine wirkliche Überraschung mehr, dass viele hochwertige Produkte bekannter Unternehmen im asiatischen Ausland produziert werden.

Dies ist für den Kunden meist auch nicht relevant, wenn es nicht oftmals das Problem mit den technischen Übersetzungen der Bedienungsanleitungen geben würde. Denn bei aller Qualität vergessen die produzierenden Firmen bei den Übersetzungen ebensolche Sorgfalt walten zu lassen, wie bei der Fertigung der Produkte selbst.

Falsche technische Übersetzungen: manchmal witzig aber oft gefährlich

Technische Übersetzung Übersetzungsbüro

Es gibt wohl keinen Kunden, der nicht schon einmal eine mangelhafte technische Übersetzung einer Bedienungsanleitung beispielsweise aus der chinesischen Sprache in die deutsche Sprache lesen musste. „Fortschrittliches Eingabegerät nie unter Wasser brauchen“ oder auch „Weichware kann bei heftiges Schütteln zu Mangel geben“ sind dann Übersetzungen, die zum Schmunzeln anregen – solange sich niemand durch eine fehlerhafte technische Übersetzung in eine ernsthafte Gefahr begibt. D

enn ganz anders schaut es aus, wenn es sich zum Beispiel um eine Maschine handelt, die mittels einer solchen technischen Übersetzung, von minderer Qualität, aufgebaut und in den Betrieb genommen werden soll. Ist die technische Übersetzung hier dann fehlerhaft und/oder ungenügend funktioniert die Maschine im besten Fall einfach nicht. Schlimmer kommt es, wenn die Maschine hierdurch beschädigt wird oder gar Menschen zu schaden kommen. Nicht selten ist dann der Hersteller in der Pflicht.

Als Hersteller auf die Qualität der technischen Übersetzungen achten

So ist es keine Glaubens-, sondern eine Unternehmensfrage, ob der Hersteller lediglich auf die Qualität der eigenen Produkte achten sollte, aber nicht auf die ebenso hohe Qualität der beiliegenden Anleitung bzw. der technischen Übersetzung dieser Anleitung. Denn wie gut ein Produkt wirklich ist und ob dieses von den Kunden am Ende auch wirklich hoch eingeschätzt wird, hängt auch mit der Qualität der beiliegenden technischen Übersetzung der Anleitung zusammen.

Juristische Übersetzungen: Andere Länder, andere Gesetze

Wenn ein anderssprachiger Text nicht gelesen werden kann, reicht es für die Privatperson oftmals aus, den Text in einen Online-Übersetzer einzugeben und den Übersetzungs-Button zu klicken. Selbst wenn der Inhalt dann nicht zu 100% richtig ist, die Grammatik und die Satzstellung unakzeptabel sind, weiß der Nutzer meist, worum es geht und was gemeint ist.

Das so etwas aber keinesfalls mit juristischen Texten, die übersetzt werden möglich ist, dürfte für jedem einleuchtend sein. Gerade vor wenigen Wochen weigerte sich die fließend Englisch-Lesende, -Sprechende und -Schreibende deutsche Fußball-Legende Franz Beckenbauer die Fragen der FIFA zu beantworten, weil diese in einem für ihn als Laie unverständlichen juristischen Englisch vorlagen.

Juristische Texte verlangen Sorgfalt und Kenntnisse in der Gesetzgebung

Juristische Übersetzung

Ob Firmenbuchauszug, die AGB des Unternehmens oder auch eine Anklageschrift oder ein amtliches Dokument. Ungenaue Formulierungen oder nicht eindeutige Formulierungen dürfen bei einer juristischen Übersetzung nicht auftreten.

Im schlimmsten Fall verliert ein Dokument dadurch sogar seine Gültigkeit: Verträge werden ungültig und Dokumente ggf. wertlos. Auch aus diesem Grund ist es bei einer juristischen Übersetzung äußerst wichtig, dass diese von einem Fachübersetzer, der nicht nur Kenntnisse in der jeweiligen Sprache, sondern auch in der Gesetzgebung des jeweiligen Landes verfügt, übernommen wird.

Auch die Geheimhaltung spielt eine Rolle

Neben der Tatsache, dass eine juristische Übersetzung keinen Spielraum bei der Übersetzung zulässt, ist oftmals auch eine Geheimhaltung seitens des Übersetzers bzw. des Übersetzungsbüros unerlässlich.

So kann beispielsweise ein Vertrag, von dem einzelne Details vorab in die Hände des Vertragspartners oder gar in die Öffentlichkeit gelangen zu immensen Schaden führen. Ein professionelles Übersetzungsbüro bietet in einem solchen Fall natürlich eine Geheimhaltungsvereinbarung an, die vor der Übergabe der Dokument oder Unterlagen unterzeichnet wird.

Juristische Übersetzungen verlangen mehr als Copy-Paste und ein Klick auf einen Übersetzungs-Button. Gehen Sie bei juristischen Übersetzungen auf Nummer sicher und wenden Sie sich an ein kompetentes Übersetzungsbüro!

ALLESPRACHEN.AT-ISO 9001 GmbH – Zweigstelle Wien
Kärntner Ring 5-7 / 7. Stock
1010 Wien
Österreich
Telefon: 01 20511601106
Fax: 01 20511601008
Internetadresse: allesprachen.at

© Jörg Möller / pixabay

Gender Mainstreaming in der Sprache

Im deutschsprachigen Raum erhitzt kaum ein Thema die Gemüter von FrauenrechtlerInnen, deren GegnerInnen, SprachwissenschaftlerInnen und natürlich auch RedakteurInnen mehr, als gendergerechte Sprache. Während in Deutschland und Österreich bereits seit einigen Jahren über das Für und Wider von geschlechtergerechter Formulierungen diskutiert wird und in Österreich sogar die Bundeshymne umgeändert wurde, war die englischsprachige Genderwelt in den letzten Jahren noch in Ordnung.

Doch nun geht es auch in den USA ans Eingemächte: Beinahe 50% der amerikanischen Bundesstaaten beraten mittlerweile über Gesetzesänderungen (in Washington gibt es gar einen Gesetzesentwurf mit über 500 Seiten). Davon dass die in der amerikanischen Nationalhymne gepriesenen „freemen“, die sich in der vierten Strophe gegen die Zerstörung durch den Krieg stellen, ist man in den USA allerdings noch weit entfernt. Geschlechtsneutralität ist wichtig, hört aber offenbar bei der geliebten Fahne auf.

Länderspezifische Unterschiede

Gender Mainstreaming

Wo sich der deutschsprachige Raum und zusehends auch der amerikanische Raum uneins über eine adäquate Formulierung geschlechterspezifischer Sprache sind, wird in anderen Ländern der Welt kein Aufhebens darum gemacht, irgendwelche Änderungen in Betracht zu ziehen. In Spanien etwa regiert noch immer die Patriarchalität, und sogar das wichtigste Aufsichtsorgan für die spanische Sprache (Real Academia) erkennt keine Verweiblichung der Sprache an.

Wie üblich ist der Norden Europas hier etwas liberaler, so wird in Schweden mittlerweile sogar schon darüber debattiert, ob es nicht sinnvoll wäre, ein geschlechtsneutrales Personalpronomen, ähnlich dem englischen „it“ zu kreieren. Und sogar in Frankreich, dem Land der Liebe, soll dem vermeintlich schwächeren Geschlecht mehr Bedeutung in der Sprache zukommen als bisher.

Große Bedeutung für fachgerechte Übersetzungen

Aus all diesen Überlegungen und Diskussionen ergibt sich aber auch für die Übersetzungsbranche ein wichtiger Punkt: Wann soll wie wofür gegendert werden? Nur professionell ausgebildete Übersetzer, die ihre Muttersprache perfekt kennen und auch die aktuellen Entwicklungen der Sprache kennen, können Texte fachgerecht übersetzen.

Falsche oder unübliche Anpassungen oder in anderen Fällen gar das Weglassen einer geschlechtsneutralen Sprache können die Qualität und den Erfolg einer Übersetzung mindern.

Dieser Beitrag soll als Start für eine Reihe an Abhandlungen über gendergerechte Formulierungen in unterschiedlichen Ländern dienen. In den nächsten Wochen werden regelmäßig Beiträge über die Bedeutung einer genderneutralen Sprache in den USA und anderen wichtigen Ländern folgen.

Medizinische Übersetzungen: Fehler können Menschen gefährden

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Arzt und bei der Verschreibung der Medikamente fragen Sie den Doktor, wie viele Tabletten einzunehmen sind. Der Arzt zögert einen Moment und antwortet dann: „Irgendwas zwischen 4 und 7 Tabletten am Tag, immer dann wann Sie möchten.“

Würden Sie einer solchen ungenauen Aussage vertrauen oder sich besser nach einem anderen Mediziner umsehen? Kein Arzt wird (zum Glück) wirklich lange praktizieren, wenn seine Behandlung derart abläuft. Wenn es um unsere Gesundheit geht, dann möchten wir eindeutige und richtige Anweisungen erhalten. Dies gilt dann natürlich auch, wenn wir ein Medikament vor uns haben.

Packungsbeilagen müssen perfekt übersetzt sein

Medizinische Fachübersetzung

In der heutigen globalen Wirtschaft werden Medikamente weltweit produziert. Wie wäre es, wenn auch dem nicht verschreibungspflichtigen Medikament, welches Sie verwenden, eine Packungsbeilage hinzugefügt wäre, die aufgrund einer mangelnden Übersetzung aus einer anderen Sprache fehlerhaft und ungenau, wenn nicht sogar unverständlich ist?

Sicherlich ist das Beispiel mit dem Arzt und den Medikamenten extrem. Doch Fehler in einer medizinischen Übersetzung können Menschleben gefährden und es gibt weitaus extremere Beispiele, die aufgeführt werden könnten, sollte zum Beispiel ein Arzt Ihre Diagnose bzw. die notwendige Behandlung aufgrund einer falschen oder fehlerhaften Übersetzung nicht korrekt durchführen.

Medizinische Übersetzungen spielen nicht nur bei Medikamenten eine Rolle: Ebenso bei medizinischen Geräten und Hilfsmittel deren Bedienungsanleitungen in einer fremden Sprache vorliegen, muss ein Fachübersetzer darauf achten, dass die Übersetzung zu 100 % fehlerfrei ist. Alles andere wäre in einem solchen Fall mehr als fahrlässig.

Nur ein Experte kann helfen

Wenn Sie medizinische Übersetzungen benötigen, dann gehen Sie kein Risiko ein. Wenden Sie sich hierfür an einen Spezialisten, wie ein kompetentes Übersetzungsbüro mit Erfahrung im medizinischen Bereich. Denn sicherlich möchten Sie auch nicht, dass der Arzt aufgrund einer mangelhaften Übersetzung eventuell Ihre Medikamentengabe verdoppelt oder Ihnen ein wirkungsloses Medikament verschreibt.